
17 Tage, 4200 km, 5 Biker, jede Menge Fähren und Tunnel, Wahnsinnseindrücke und eine atemberaubende Landschaft....von Hotel über Lodges zu Hostel, es war für jeden Geschmack etwas dabei.....
Teilnehmer
Tag 1: Haselünne nach Quickborn

Um den Elbtunnel mit Staugefahr zu Umgehen, sind wir mit einer kleinen Fähre westlich von Hamburg über die Elbe gesetzt. Trotzdem waren es am Ende 351 km durch viele Umleitungen und das bei strömendem Regen, da war die Laune einiger erstmal im Keller.
Tag 2: Quickborn nach Kiel, weiter nach Oslo/Norwegen mit Fähre

Heute ein Zubringertag zur Fähre nach Kiel, entspannte 90 km zur Fähre. Alles vorher gebucht, so hatten wir beim Einchecken keinerlei Probleme, nach ein bisschen Warterei, dann rauf auf die Fähre, Mopeds verzurrt und die Annehmlichkeiten der Fähre inkl. exzellentem Abendbuffet genossen.
Tag 3: Oslo nach Langesund
Heute die erste schöne Etappe in Norwegen, oberhalb von Oslo die "Spiralen" angefahren, ein schwach beleuchteter Tunnel der spiralförmig über ca. 1800m Länge hinaufführt und einen tollen Blick auf Natur und Landschaft bietet. Weiter ging es dann über die ersten tollen Kurven Richtung Langesund. Unterwegs haben wir dann noch eine Stabskirche aus dem 13-14. Jhdt. besucht. Ingesamt haben wir uns eher fern von den größeren Strassen gehalten und gerne die kleinen Straßen mit dreistelliger Nummerierung gewählt, tolle Gegend und wenig andere Fahrzeuge unterwegs.
Tag 4: Langesund nach Kristiansand
Unterwegs zur Lodge nach Kristiansand haben wir eine wirklich tolle Tour gefahren bei bestem Norwegen-Wetter. Etwas überrascht von den wirklich freundlichen Autofahrern in Norwegen erreichten wir gegen Nachmittag unsere Unterkunft mit Pool und Sauna. Nach dem EInkaufen zauberten wir eine vegetarische Spaghetti Bolognese und erlebten nach dem Abendessen einen wirklich traumhaften Sonnenuntergang.
Tag 5: Kristiansand nach Byrkjedal
Diese Tour war das bisherige Highlight. Der Weg nach Byrkjedal war sensationell durch immer karger werdende Landschaft und unzählige Kurven und kleinen Serpentinen. Heute sind uns zum ersten Mal seit der Ankunft in Oslo wieder Biker begegnet. Das Wetter war sehr wechselhaft, so dass öfter die Pausen mal zum veränderten Klamotten-Setup genutzt wurden. Eine wunderschöne alte Holzbrücke und teilweise recht starke Windböen hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck. Angekommen in den kleinen Einzelhaushotels mit traditionellem Bergarbeiterflair haben wir nach dem Kaffee erstmal die angrenzenden Geschäfte in Augenschein genommen.
Tag 6: Byrkjedal nach Haugesund
Nur ungerne haben wir diese tolle Location am nächsten Morgen verlassen. Zu beeindruckend war die Landschaft und das ganze Ambiente. Eine große Granitkugel, die auf einem kleinen Wasserstrahl lief, war die Attraktion vor dem Hotel. Besonders das Fahren durch die beeindruckenden hohen Steinwände entlang recht schmaler Straßen hat uns an diesem Tag sehr gut gefallen.
Tag 7: Haugesund nach Bergen
Enge, steile Kehren erfordern ein hohes Maß an Konzentration. Immer den passenden Gang zu wählen ist ein absolutes MUSS. Bei einem Sturz eines Teilnehmers in einer engen Serpentine in einem Ort zeigte sich mal weder die Gastfreundschaft der Norweger, die sofort zahlreich zur Stelle waren und erste Hilfe leisteten. Nach der Befestigung des Spiegels konnte es dann mit einem schmerzenden Ellenbogen weitergehen. Bei der Durchfahrt eines langen Tunnels inkl. unterirdischer Abzweigung ist es wichtig sich vorher Gedanken über die weitere Richtung zu machen, da das Navi dort unten keinen Empfang hat. Im Hostel in "Bergen" angekommen, in dem zahlreiche Kulturen am Start waren, erwartete uns eine mega Aussicht auf die Stadt und den Hafen von Bergen.
Tag 8: Bergen nach Förde
Leider entpuppte sich ein erhoffter Tunnel an diesem Tag als Fähre und gab uns regentechnisch den Rest. Das Nutzen von Fähren funktioniert in Norwegen sehr entspannt. Drauffahren, Absteigen und Warten bis der Kontrolleur mit dem EC Gerät kommt. Bargeld haben wir auf der Fahrt nicht wirklich gebraucht, es wäre alles mit EC-Kartenzahlung möglich gewesen, incl. der 0,50 Euro für eine Hafentoilette. An diesem Tag haben uns die beiden Fährgesellschaften bei der Beförderung gesponsort, da die Technik leider versagte. Unsere Route mussten wir an dem Tag etwas Umbauen, da die anvisierte Fähre erst spätnachmittags gefahren wäre. Die 30-minütige Weiterfahrt über kleine Staßen brachte zusätzlich gute Laune und ein Erreichen der passenden Fähre zur Weiterfahrt. Das Hinterherfahren hinter einem Bus ist bei kleinen Bergsträßchen nicht zu empfehlen, lieber etwas mehr Abstand halten, da es bergauf doch zu erheblichen Problemen kommen kann, wie wir feststellt haben. Knappe Kiste sage ich da nur ;-)
Tag 9: Forde nach Stranda
Unzählige Tunnel und nasse Strassen begleiteten uns an diesem Tag. Die Gegend wird zunehmend gebirgiger. Es steht wieder mal eine Lodge auf dem Programm, jede Menge Regen erschwert die Fahrt an diesem Tag. Leider entpupt sich die Zufahrt zur Lodge als unebene Schotterpiste, die schon noch die Reserven einfordert. Heile angekommen nutzen wir die tollen Möglichkeiten ausgiebig. Das gezauberte Zwiebelhähnchen schmeckt bei der Gegend direkt nochmal so gut. Insgesamt sicher der anstrengendste Tag der bisherigen Reise, jederzeit voll konzentriert bei der Sache zu sein und nicht "abzuflachen" ist bei einer solchen Motorradtour unabdingbar. Manchmal lassen sich Schotterstrecken einfach nicht vermeiden, darauf sollte man sich einstellen.
Tag 10: Stranda nach Boverdalen
Geiranger, Trollstigen und ein bislang vermutlich eher unentdeckter großer Wasserfall standen an diesem Tag auf dem Programm. Die Pubikumsmagnaten dürfen auf einer solchen Reise nicht fehlen, bei schnittigen 6 Grad mit dem Bike durch die Berge zu fahren ist schon sensationell. Die Blicke der im warmen Bus sitzenden Touris zeigt da schon den größten Respekt. Ein Foto mit unseren Bikes darf dann auf dem angefahrenen Aussichtplateau nicht fehlen. Nach dem Zurücklassen des Geirangers ging es über eine gefühlte, lange Gerade (ca. 80km) durch die karge Bergwelt. Die ersten Schneebälle wurden gemacht und auf die Reise geschickt ....abends kehrten wir in einer beschaulichen Lodge ein und genossen das Klingeln der umherlaufenden Lämmer. Bergidylle halt.
Tag 11: Boverdalen nach Biri
Eine unerwartete Sperrung einer Brücke zwingt uns zur Änderung der Route. Diese neue Route führt nun sehr entspannt über etwas größere Straßen zum Zielort. Da wir an diesem Tag 2 etwas angeschlagene Teilnehmer haben, sicher eine glückliche Fügung.
Tag 12: Biri nach Charlottenberg, Schweden
Das von uns an diesem Tag anvisierte Zwischenziel, ein Cafe in den Bergen, haben wir nach 10 km Schotter dann endgültig aufgegeben. Der Besuch eines Motorradmuseums lässt uns in Erinnerungen schwelgen, interessante Ideen haben die Norweger in jedem Fall. Heute erreichen wir Schweden. Da an diesem Tag und auch morgen MIDSOMMER ist, haben sich die meisten Schweden zum privaten Feiern zurückgezogen.
Tag 13: Charlottenberg nach Uddevalla
Die Unterkunft in Uddevalla ist schon recht speziell. Die eher erotische Atmosphäre durch Farben, Bilder und Ausstattung würde auch andere Verwendungszecke zulassen ;-) Fahrerisch ist der Tag eher gemütlich gewesen, alles doch recht flach und auch an diesem Tag fast menschenleer.
Tag 14: Uddevalla nach Halmstad
Flotte, kleine Strecken laden an diesem Tag zum Fahren ein. Jederzeit bereit sollte man jedoch für möglichen Wildwechsel sein. Ziegen, Rehe und Kühe sind unterwegs und erkunden die Gegend und machen auch von der Straße Gebrauch. Schon spannend Auge in Auge mit einer Kuh auf 10m Abstand zu stehen und zu schauen, wie es weitergeht.....
Tag 15: Halmstad nach Rodby, Dänemark
Nach Onlinebuchung der Fähre Helsingborg-Helsinggör steht unserer Überfahrt nach Dänemark nicht mehr im Wege. Das die Kombikarte mit Rodby-Puttgarden gleich 6 Tag Gültigkeit hat mit dieser Überfahrt zusammen, wäre gut zu Wissen gewesen, aber leider nirgends zu erfahren. Das Honne-Badehotel am Abend macht die eher gemütliche Fahrt durch Dänemark wieder wett. Fahrerisch ist Dänemark eher flach und eng reglementiert, schicke Kurven sind eher selten und gut versteckt, da ist vorherige Recherche angesagt :-)
Tag 16: Rodby nach Glinde/Hamburg über Fehmarn
Nach nur 10 Minuten Anfahrt haben wir den Fährhafen von Rodby erreicht. Die Fähre bringt uns in 45 Minuten wieder nach Good Old Germany. Ein kleiner Abstecher über Fehmarn darf da nicht fehlen, bevor wir dann zur letzten Location für diese Tour aufbrechen. Endlch wieder mal 100 km/h fahren macht auch Spaß. Verkehrsüberschreitungen in Norwegen, Schweden und Dänemark sind dann doch recht teuer und man ist angeraten, dieses nicht zu provozieren.
Tag 17: Glinde/Hamburg nach Haselünne
Das warme Wetter heute bis 30 Grad fordert uns nochmal richtig heraus. Mehr Pausen und ausreichendes Trinken sind angesgt. Aus 5 Teilnehmern werden direkt am Morgen des letzen Tages 4 und gegen Mittag sind es dann nur noch 3. So ist das halt auf Motorradtouren, sobald die Tränke gewittert wird, gibt es kein halten mehr. Wer kennt das nicht.
Alles in allem eine Megatour, an die sich sicher alle Teilnehmer noch lange erinnern werden. Schön wars ! Diese Bilder können sicher nur einen kleinen Eindruck von dieser ganzen Zeit wiedergeben. Du hast Lust so etwas auch zu erleben? Melde Dich gerne bei uns...















